Die Top 3 Anti-Aging Inhaltsstoffe


Große Überraschung - Sonnenschutz!



Die UV-Strahlung ist zu 80% für die vorzeitige Hautalterung verantwortlich. Das geht aus einer Studie aus Südfrankreich hervor, bei einem Breitengrad N 43°. Deutschland reicht von N 55-47°.

Der UV Index zur Studie liegt dementsprechend etwas höher, als wir ihn hier in Deutschland kennen. Anteilig wird die UV-Belastung in Deutschland, wenngleich geringer, dennoch dicht an 80% der von uns beeinflussbaren Hautalterung liegen.

Heute soll es dabei um die Top 3 der Anti-Aging UV-Filter gehen, insbesondere um einen, der mir vernachlässigt zu sein scheint.
UVB und UVA-II Strahlung wird in aller Regel gut abgeschirmt und lässt sich anhand des SPF einschätzen. Die Angabe über den UVA Schutz (PPD-Wert) ist immer noch eine Seltenheit, sodass ein Blick auf die UV-Filter uns helfen kann.

Keine Sorge wegen des Diagrammes, der Text lässt sich komplett ohne Diagramm verstehen.


Tinosorb S - der Überflieger

Der Filter hat sich schon etwas rumgesprochen und das zu Recht! Sowohl im UVB Breich, als auch im UVA Bereich glänzt er mit hohen Absorptionswerten, wird unter Sonnenlichteinwirkung nicht weniger effektiv, hilft bei der Stabilisierung von photoinstabilen Filtern (z.B. Avobenzone) und ist laut dem Sicherheitsdatenblatt. Auch sonst wird nur in den seltesten Fällen von Irritationen berichtet.

In den Inhaltsstoffe unter BIS-ETHYLHEXYLOXYPHENOL METHOXYPHENYL TRIAZINE zu finden. 

Tinosorb M - das Breitling-Partikel

Macht sich auf dem Diagramm ziemlich breit und füllt auch tatsächlich das breiteste Spektrum ab. Die Kurve mag recht klein zu den anderen erscheinen, sind aber gute Absorptionswerte. Tinosorb M ist ebenfalls photostabil, nicht irritierend und hat Eigenschaften mineralischer Partikel indem es UV-Strahlung absorbiert, reflektiert und streut. Es kann allerdings auch einen weißelnden Effekt verursachen.

In den Inhaltsstoffen unter METHYLENE BIS-BENZOTRIAZOLYL TETRAMETHYLBUTYLPHENOL zu finden.

Uvinul A Plus - die Höhenfliegerin

Nun geht es zum Kern dieses Beitrages: der Schmeicheleinheit des Sonnenenschutzes. Firmen, die diesen UV-Filter verwenden, scheinen sich wirklich um Sonnenschutz zu bemühen. Warum ist das so? Der Filter hat seine Schwäche im UVB- und UVA-II-Spektrum, ist überhaupt nicht für einen hohen SPF geeignet, dafür umso toller für die komplette UVA-I Goodness. Manchmal lautet der Kompromiss: SPF so hoch wie möglich, damit überhaupt ein anständiger UVA Wert (PPD), durch das UVA Logo gesichert ist (siehe dazu auch mein Beitrag auf MAGI-MANIA). Uvinul A Plus schenkt uns die pure UVA-I Absorption, die manch eine Person vielleicht vergeblich sucht und sich so ingesamt Filterkonzentration einsparen kann.

Für einen Vergleich habe ich die Kurven innerhalb des UVA-I Spektrums per Hand integriert, woraus sich ergibt:

Uvinul A+ absorbiert 22% mehr UVA-I Strahlung als Tinosorb M und 5% mehr UVA-I Strahlung als Tinosorb S.

So selten, wie in Deutschland PPD Werte angegeben werden, meinen Firmen das manchmal wohl echt gut mit den Konsumenten. Die negativen Einflüsse der UVA-Strahlung sind erst auf lange Sicht erkennbar und dann wäre jegliche Beschwerde bei den Unternehmen sinnfrei. Ein offenes Dankeschön an die fortschrittlichen Unternehmen!

Uvinul A+ ist im Sicherheitsdatenblatt und vom wissenschaftlichen Ausschuss für Verbrauchersicherheit in der EU als Nicht-Irritant bewertet und ist ebenfalls photostabil!

Zum Schluss habe ich nocheinmal die drei Filter im Sonnenschutz Simulator bei einer Konzentration von 3% verglichen:


Uvinul A+
Tinosorb M
Tinosorb S
PPD
6,8
5,5
6,0
Zwei Anmerkungen noch:

Beachtet bitte, dass sich mit den Filtern in Cremes und Kombination anderer Inhaltsstoffe viel höhere PPD Werte erzielen lassen. Die drei Werte sind nur zum Vergleich gedacht und lassen sich so nicht auf Sonnenschutzprodukte übertragen. Gilt auch ganz generell für den Simulator, wo z.B. auf Reddit eine riesige Liste mit teilweise falschen PPD Werten erstellt wurde, die den Simulator zur Grundlage genutzt hat.

Der Simulator gibt auch Tinosorb S Aqua an, welcher bei 3% einen PPD 6,9 setzt. Diese Form ist nicht einfach nur Tinosorb S in Wasser gelöst sondern zusätzlich noch Filmbildner und der Emulgator Sodium Laureth Sulfate. Denn Filmbildner und die Verteilung der Filter haben einen großen Einluss auf die Schutzwirkung.

Uvinul A+ hat mehr Anerkennung verdient!
In den Inhaltsstoffen unter DIETHYLAMINO HYDROXYBENZOYL HEXYL BENZOATE zu finden.

Conditioner sparen!

Eine Pflegespülung für die Haare gefunden, aber es gibt sie nur als bezahltes Goodie in einer Haarfarbe, die Du mal ausprobiert hast?
Vielleicht findest Du auch einfach bloß eine der Pflegespülungen gut, die es in der Drogerie nur als Sachet zu kaufen gibt oder möchtest deinen regulären Conditioner sparender verwenden.



Fülle Dir die Pflegespülung in einen leeren Pumpspender um!


In der Regel sind die Öffnungen der Pumpspender deutlich kleiner als die Tubenöffnungen und schon gar kleiner als ein aufgerissenes Sachet. Mir wurde dadurch klar wie viel weniger ich an Conditioner nur brauche um trotzdem ein zufriedenes Ergebnis zu erzielen.

Klimaerwärmung durch Massentierhaltung


Trumps katastrophale Entscheidung, aus dem Pariser Klimaschutzabkommen auszutreten, hat zum einzig Positiven zur Folge, dass der Klimawandel gegenwärtig noch mehr Aufmerksamkeit bekommt.


Das Pariser Klimaschutzabkommen


ist ein internationaler Vertrag an dem die Länder freiwillig teilhaben. Jedes Land setzt dabei eigene Ziele für sich und es gibt keine Strafen, sollten die Ziele nicht erreicht werden. Gemeinsames Ziel des Abkommens ist es, die Erderwärmung so gering wie möglich und nicht über 2 Grad Celsius hinauszusteigern.

Die Erderwärmung


Es gibt Gase in unserer Erdatmosphäre, die Wärmestrahlung aufnehmen. Wir nennen sie Treibhausgase und sie machen weniger als 1% der Gase in unserer Erdatmosphäre aus.
Wenn Wärmestrahlung, die uns von der Sonne erreicht, in der Atmosphäre von den Treibhausgasen gespeichert wird, hat das zur Folge, dass sich das Klima erwärmt.

Mein Deo funktioniert nicht.


Heute gibt es drei Tipps warum Dein Deo womöglich versagt hat.



1. Antitranspirant/-perspirant oder Deo?

Deos müssen lediglich de-odorieren (ent-duften) können. Durch Duftstoffe, Alkohol und weitere antibakteriell wirkende Mittel oder auch Stärke, die die unerwünschten Duftnoten abfangen kann, wird das erreicht.

Aluminiumsalze füllen das Potential zum Antitranspirant und können den Schweiß abhalten gebündelt an der Oberfläche aufzutreten, wo er uns unangenehm auffällt.

Die Medien haben Dir immer noch Panik vor Aluminiumsalzen gemacht und keiner kam um Dich aufzuklären?
Lass Dir von Agata im Artikel zu "Deos und Impfgegner" erklären, wie die Sachlage ist und ließ bei Adelsblass und Kunterbunt in aller Detailtreue die Dichtung und Wahrheit von Aluminiumsalzen.

CremeKampagne


Leon (@xskincare) hat mich im Dezember 2016 auf eine kleine Manufaktur aus Berlin aufmerksam gemacht - CremeKampagne.

Deren Konzept finde ich sehr kundenfreundlich und möchte deshalb ein wenig berichten.

Eine Quelle für Naturkosmetik-LiebhaberInnen

Auf eine gute Verarbeitung der Pflanzenöle wird Acht gegeben. Handarbeit und kontrolliert-biologischer Anbau, sehr löblich, hat mich jedoch noch nicht vom Hocker gehauen.

Angenehm überrascht hat mich der schlichte Hinweis auf das Verzichten auf PEGs, Paraffine, Mineralöle, Farbstoffe und synthetische Duftstoffe. Keine Schein-Naturkosmetik und gleichzeitig keine Hetze gegen, oder Panik vor ,diesen Inhaltsstoffen geschürt.

Wie funktioniert Salicyl-Vaselin?

Salicylsäure in simpler Formulierung - Vaseline.


In manchen Apotheken ist Salicyl-Vaselin sowohl in 5 - als auch in 10%iger Version erhältlich. Ein Blick auf die Inhaltsstoffe verrät Folgendes:

Wirkstoff: 10g Salicylsäure. Die Tube enthält 100ml → 10g = 10%

Sonstige Bestandteile: dünnflüssiges Paraffin (Paraffinum Liquidum) und weißes Vaselin (Petrolatum).

Paula's Choice produziert ein Produkt mit ähnlich hoher Salicylsäurekonzentration.
Die verwendete Menge wird sich in der Regel jedoch nur um ein Bruchteil handeln.
In der EU ist dieses Produkt nicht zugelassen.


Salicylsäure, wohin?

Von Petrolatum wissen wir, dass es oben auf der Haut liegen bleibt. Dünnflüssiges Paraffin kann in die ersten beiden Schichten der Hornschicht (Stratum Corneum) penetrieren. Das heißt es gelingt in die ersten 0,045% der Haut. Das ist nichts.

Ergo, Paraffinum Liquidum verschafft uns die Salicylsäure auch nicht in die Haut.

Jeder der die 10%ige Version schon probiert hat, sollte wissen, dass die ganz schön Schmackes hat. Die Salicylsäure kann also nicht nur in der Salbengrundlage liegen bleiben.


Das Emulgator-Interview

In Zusammenarbeit mit Diana, von meinem Lieblings-Instagram-Account (diana5180) über Hautpflege und Co., ist das heute vorgestellte Quasi-Interview entstanden. Thänk jüüüü :*

Es handelt sich dabei heute um Emulgatoren, die man sich zum Großen Teil wie kleine Kaulquappen vorstellen kann. Der große Kopf/Körper ist dabei polar und löst sich in Wasser. Das Schwänzchen vom Emulgator liebt es sich im unpolaren Öl aufzuhalten. Auf diese Weise lassen sich, mittels Emulgatoren, zwei oder noch mehr Phasen mischen und stabilisieren, die sich sonst wieder voneinander trennen würden.


Gibt es gute und weniger gute Emulgatoren?

Wichtiges vorweg:
Was ist der Unterschied zwischen Emulgatoren und Tensiden?

Im Prinzip gibt es den Unterschied nicht, denn Emulgatoren gehören zu der Klasse der Tenside und sind ebenso oberflächenaktive Substanzen. Von Emulgatoren spreche ich, wenn sie dazu da sind zwei Phasen (z.B. Öl und Wasser) zusammen zu halten. Von Tensiden spreche ich, wenn ihr Zweck ist, zu reinigen.

Konzentrationen sind so unglaublich wichtig.
Meine Liste der Tenside gibt einem nur eine gewisse Verhältnismäßigkeit an. In 0.5%iger Konzentration sind einige von den irritierenden Tensiden gar kein Problem. Emulgatoren, die Emulsionen stabilisieren, werden zu einem Bruchteil der Konzentration von Tensiden eingesetzt und lassen sich nicht leichtfertig mit der Tensid-Liste vergleichen.

Wem es hilft, suche nach der elektrischen Ladung des Emulgators. Nichtionische/neutrale Emulgatoren tendieren dazu die mildesten zu sein. Kationische Tenside/Emulgatoren sind meiner Meinung nach suboptimal, da sie starke ionische Bindungen zur Haut ausbilden können, die nicht einmal die nächste Reinigung auflösen würde.
Die molekulare Masse gibt einen Einblick in die Begrenzung der Penetrationsfähigkeit. Inhaltsstoffe mit einer Masse größer als 500 g/mol haben es bedeutend schwerer (benötigen Hilfsmittel) in die Haut einzudringen um Irritationen oder Allergien auszulösen.
Zusätzlich ist eine lange Kettenlänge ein Indiz für einen Reiz-armen Emulgator.



Sind Emulgatoren, die auf der Haut verbleiben, kontraproduktiv?

Emulgatoren verbleiben generell nach dem Auftrag auf der Haut und verlieren nicht ihre Eigenschaften. Es kann somit der Auswasch-Effekt eintreten, wodurch hauteigene Lipide (Fette) durch Kontakt mit Wasser ausgewaschen werden.
Mir stellt sich die Frage, 'Wer wäscht sein Gesicht zwischendurch mit Wasser und cremt nicht nach?'.
Denn es ist schließlich so, dass meistens ein tensidhaltiges Reinigungsprodukt am Abend verwendet wird. Dies wäscht ebenso auch hauteigene Lipide aus. Wo soll da jetzt die Grenze gezogen werden?

Bottom-Line: Wenn ich meinen Hauttyp kenne, also weiß, wie sich meine Haut anfühlt, 2 Stunden nachdem ich sie gereinigt habe, ohne Verwendung von Pflegeprodukten, und bei Verwendung einer Creme merke, dass sie meine Haut trockener macht als sie ohne Creme ist, wechsel ich zu einer anderen (Vorraussetzung: Die INCI-Liste auf weitere Irritantien abgecheckt.).

Was sind Mizellen?

Grundsätzlich kann erst einmal jedes Tensid Mizellen ausbilden. Das mach sie ab einer bestimmten Konzentration, und zwar dann, wenn die Oberflächen so besetzt sind, dass sie an diese nicht mehr andocken können.

Das Lösungsmittel soll hier Wasser sein. Die Kugeln sind Fetttröpfchen im Wasser und
die kleinen Kügelchen mit dem Schwänzchen sind Tensidmoleküle.

Das Bild zeigt einen Verlauf an. Links befinden sich noch nicht sehr viele Tensidmoleküle im Produkt, nach rechts hin, werden immer mehr Tensidmoleküle hinzugegeben.

Nun haben wir zwei Oberflächen. Zum einen die Oberfläche oben, zwischen der Luft und dem Wasser und die Oberfläche zwischen Fettröpfchen und Wasser. An beiden Oberflächen lagern sich die Tensidmoleküle an.