UV-Schutz für die Augen

Mittwoch, März 11, 2015 M. Skinci 2 Comments

Eine Sonnenbrille kann nicht nur gut aussehen und schützen, sondern auch
schädlich sein, wenn die Gläser keinen oder einen zu geringen UV-Schutz bieten.

Man mag vielleicht denken, dass die Gläser umso besser schützen, je dunkler sie Die Tönung in den Gläsern garantiert aber keinen UV-Schutz, sondern dimmt lediglich die Helligkeit der Sonnenstrahlen, womit sich der Blendschutz erhöht.
getönt sind.





Ohne Sonnenbrille kneifen wir, aus natürlichem Reflex, die Augen zusammen um diese vor den Sonnenstrahlen zu schützen. Durch die dunkle Tönung kneifen wir die Augen nicht mehr zusammen und der Pupille wird suggeriert sie müsse sich nicht mehr verengen (die Folge ist eine erhöhte UV-Belastung).
So schaden wir unseren Augen mehr, als dass wir sie schützen.
Die Aufschrift „100% UV-Schutz“ ist nicht ganz verlässlich, denn ...

100% Schutz kann natürlich heißen, dass die Gläser der Sonnenbrille die Augen vor z.B. Wellenlängen bis 370nm zu 100% schützt.
Da bliebe die Frage offen, wie es mit den Wellenlängen von 370nm bis 400nm aussieht.

In Europa darf der Schriftzug „100% UV-Schutz“ verwendet werden, wenn die Gläser bis zu Wellenlängen von 380nm schützen.
Bei 380nm Wellenlänge nimmt das Auge noch über 78% der UV-Strahlen auf.
Da die Gläser bis 380nm 100% Schutz bieten, werden sie für die restlichen 20nm wohl auch noch einigermaßen Schutz bieten, verlassen tue ich mich darauf aber nicht.

Tönungsstufe
Lichtabsorption
Geeignet für ...
0
1
2
3
4
0 – 20 %
20 – 57 %
57 – 82 %
82 – 92 %
92 – 97 %
Abends, stark bewölkt
„graue“ Tage
Sommer
Berge, Strand
Gletscher, Hochgebirge

Das CE-Zeichen auf Sonnenbrillen ist ein Qualitätsmerkmal, welches Ansprüche an die Materialverarbeitung bzw. die Kratzfestigkeit stellt.
Diese sind insofern beachtenswert, da jeder kleinste Kratzer das Auge ständig zur Korrektur auffordert. Eine vermeidbare Anstrengung für unsere Augen.
Der UV-Schutz ist bei CE-Kennzeichnung alleine nicht ausreichend.


Wovor eine Sonnenbrille schützen sollte:

  • UV-Licht bis 400nm
  • Blaulicht (enhalten im weißen Sonnenlicht), es schädigt unser scharfes
    Sehen. Braune Gläser schützen meist vor Blaulicht.
  • zu hellem Sonnenlicht; Blendschutz


Tipps:

  • die Kennzeichnungen werden nicht zentral vergeben und nicht jede Brille
    wird einzeln geprüft, wer sicher gehen will kann seine Sonnenbrille beim
    Optiker auf Blaulicht- und UV-Schutz testen lassen.
  • Sonnenbrillen von bekannten Marken werden häufiger getestet als welche
    von Straßenständen (die wenigsten werden überhaupt getestet).
  • Seitenschutz: UV-Licht erreicht die Augen auch von den Seiten. Größere
    Gläser bieten mehr Schutz, ebenso wie breite Hüte oder Kappen.
    Es gibt auch Brillen mit Seitenschutzwänden.
  • Bügel und Nasenauflage sollten nicht drücken.
  • Hält man die Sonnenbrille ca. 50cm entfernt biegen sich gerade Linien in
    guten Gläsern nicht.


Unsere Augen reagieren 20-mal empfindlicher auf UV-Licht, als unsere Haut.

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Kommentare:

  1. Wo kaufst du eigentlich Sonnenbrillen? Optiker oder Drogerie? Ich find die Seitenschutzwänden eigentlich wichtig, nur sehen die ziemlich blöd aus. LG Eve.

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    1. Habe die auf dem Bild abgebildete Sonnenbrille vor Jahren mal im Designer-Outlet bekommen. Liebe sie heiß und innig und bin niemand der ständig neue kauft. In meinem Leben habe ich bisher 4 mal eine Sonnenbrille gekauft und keine einzige verloren, leider hatte keine einen Verweis auf UV-Schutz, also musste dann eine neue her. Die Brille hat polarisierte Gläser, das heißt sie schützt vor dem gesamten UV-Bereich. Diese Gläser sind allerdings sehr teuer und nicht nötig für UV-Schutz. Eine Sonnenbrille mit gutem UV-Schutz gibt es auch günstig.

      Das mit den Seitenschutzwänden geht mir genauso :p

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