SkinCeuticals Advanced Brightening Defense Sunscreen SPF50 + Interview mit wissenschaftl. Leitung


ANZEIGE// Nachdem wir in diesem Jahr höchstwahrscheinlich keine sehr heißen Tage mehr erleben werden, komme ich jetzt mit einer Review zum neuen Advanced Brightening UV Defense Sunscreen um die Ecke. Für manche mag das ungewöhnlich sein, wer mir jedoch schon länger folgt weiß, dass Sonnenschutz keine Jahreszeit kennt und jeden Tag getragen werden möchte, da vor allem die UVA Strahlung die maßgeblich für die Alterung der Haut zuständig ist, auch im Winter noch richtig gut zu uns durchkommt.

 

Wichtig ist also eine Sonnencreme die im Bereich des UVA-Schutzes nicht nachlässig ist, und auch stabil unter Einfluss des Sonnenlichtes bleibt.

 

Wenn das jetzt noch nicht Grund genug ist für Euch, um sich mit so einem Sonnenschutz auszustatten, gibt es sicherlich auch welche unter Euch, die sich über die Sommermonate Pigmentflecken zugezogen haben und diese nicht nur wieder loswerden wollen, sondern gleichzeitig auch noch vorbeugend dagegen vorgehen möchten.


Der Advanced Brightening UV Defense Sunscreen basiert auf überwiegend modernen UV-Filtern, die stabil gegen UVA und UVB Strahlung schützen. Für mich war auffällig, wie viele unterschiedliche UV-Filter eingesetzt wurden. 

Ein netter Bonus sind hier die hauseigenen UV-Filter der Mexoryl Reihe von L'Oréal, die ich gerne in Sonnenschutzprodukten sehe, doch häufig sind in den Produkten dann auch Duftstoffe enthalten. Dieser Sonnenschutz kommt ohne Duftstoffe aus und hat zugleich eine Fluid Textur, bei der ich nicht weiter nachhelfen muss, um sie tragbar zu machen. Sie ist definitiv nicht matt, aber so leicht vom Tragegefühl und ohne öligen Glanz, dass ich selbst hastig damit das Haus verlassen kann. Wer bei der Hautpflege gerne schichtet/layert, sollte hiermit wunderbar klarkommen, da das Produkt weder auf eine starke durchfeuchtende Funktion spezialisiert ist, noch wesentlich Okklusiva enthält.

Wenn nun das Produkt schon mit "Advanced Brightening" betitelt wird, stellt sich uns die Frage, wodurch das realisiert werden kann.

Grundsätzlich ist täglicher Sonnenschutz, der effektive UVA-Filter enthält, wichtig, um neue potentielle Einflüsse für Hyperpigmentierungen abzufangen.

Niacinamid ist mit 2% enthalten und kann somit erwiesenermaßen die Hyperpigmentierungen vermindern, indem es die Päckchen in dem das Hautpigment Melanin transportiert wird beim Transfer behindert.

Ganz nebenbei ist Niacinamid ein richtiger Allrounder für die Hautpflege, mit positivem Einfluss auf die Hautbarriere und der Qualität des Hauttalgs.

 

Die Tranexamsäure ist für den deutschen Kosmetikmarkt ein noch selten eingesetzter Wirkstoff, der eigentlich gegen Blutungen oral genutzt wird, zufälligerweise dann mit einem Effekt gegen Hautverfärbungen auf sich aufmerksam machte.

Anders als Niacinamid, wirkt die Tranexamsäure bereits vor der Entstehung des Melanins auf auslösende Entzündungsreaktionen ein, die die Entstehung von Pigmentierungen in Gang setzen.

Insgesamt wird die Brightening-Wirkung des Sonnenschutzes eher komplementär sein, damit sich dieser gut als Kombiprodukt eignet, mit der Hauptfunktion vor UV-Strahlen zu schützen - 365 Tage im Jahr!

Für eine intensivierte Hautpflegeroutine gegen die Hyperpigmentierungen, Überbleibsel des Sommers oder eines Pickels, eignet sich ergänzend beispielsweise das Discoloration Defense Serum.

Durch die Kooperation mit SkinCeuticals bekommt ihr übrigens mit dem Code "skinci2020" auf www.skinceuticals.deab einem Einkaufswert von 70EUR eine 15mL Version des Hydrating B5 geschenkt.




Das Hydrating B5 selbst kommt sehr clean daher, mit den bekanntesten Feuchthaltemitteln, Glycerin und Hyaluronsäure. Vitamin B5 taucht in der INCI als Calcium Pantothenate auf und ist selbst ein Feuchthaltemittel. Die Verteilbarkeit ist dabei ausgezeichnet gut.

Abschließend möchte ich noch das Interview mit einfügen, welches ich mit Dr. Verena Hoffmann von SkinCeuticals haben durfte:

 

Hallo Verena, ich freue mich total, dass Du bereit bist meine Fragen zu beantworten. Magst Du zu Beginn kurz etwas zu Deiner Person erzählen?

 

Na klar! Ich habe Pharmazie studiert und war lange Zeit in der Pharmaindustrie als Leiterin eines Entwicklungslabors tätig, bis es mich vor guten zwei Jahren zu L'Oréal verschlagen hatte. Ich hätte nicht gedacht, dass dieses Unternehmen am Standort Düsseldorf auch Naturwissenschaftler sucht, weil es ja zunächst einmal kein Forschungsstandort ist. Doch dann lernte ich SkinCeuticals kennen. Es ist eine großartige Marke! Die wissenschaftliche Expertise, die diese Marke verkörpert sowie die Wirksamkeit der Produkte haben mich direkt überzeugt. Ich freue mich, dass ich durch meinen naturwissenschaftlichen Hintergrund, insbesondere bei der wissenschaftlichen Kommunikation der Marke, einen wichtigen Beitrag leisten kann. 

 

Wie beeinflusst die neue Generation an Konsument:innen SkinCeuticals?

 

Wir beobachten, dass unsere Konsument:innen immer informierter werden und beispielsweise gezielt Fragen zu Wirkweisen von Wirkstoffen stellen. Das heißt für uns, dass wir unsere Kommunikationsstrategie stets den Bedürfnissen der Endverbraucher anpassen müssen und uns genau überlegen, über welche Touchpoints und mit welchen Inhalten wir diese Population erreichen können.

Während wir früher auch schon transparent mit vielen Wirkstoffkonzentrationen unserer Formulierungen umgegangen sind, beobachten wir auch heute noch, dass die Wirkstoffkonzentrationen bei den Endverbrauchern eine große Rolle spielen. Ärzte setzen die Wirkstoffkosmetik von SkinCeuticals ebenfalls gerne als Unterstützung von ästhetisch-dermatologischen Behandlungen ein. Es gibt auch Produkte, die nur über diese Experten vertrieben werden, wie z.B. bestimmte Retinol-Produkte, weil diese aufgrund ihres hohen Retinolgehaltes eben richtig Kraft haben und man wissen muss, wie man damit umzugehen hat.


Inwiefern unterscheidet sich SkinCeuticals von den sich mehrenden Unternehmen, die ebenfalls auf die sogenannten Actives setzen und damit werben Wissenschafts-basiert zu entwickeln?

 

Dies kann ich im Prinzip in einem Satz beantworten, denn es gibt einen Leitspruch bei SkinCeuticals, der, wie folgt lautet: „Wirksamkeit ist kein Versprechen, sondern Fakt!“ Mit anderen Worten, die Wirksamkeit unserer Wirkstoffe oder wie du sagst „Actives“, wird durch konkrete Fakten untermauert. Dies geschieht mit Hilfe von fundierten klinischen Studien, die teilweise in renommierten „Journals“ veröffentlicht werden. 

Produktsicherheit und Hautverträglichkeit stehen bei der Entwicklung ebenfalls klar im Vordergrund. Jeder Inhaltsstoff wird sorgfältig ausgesucht und in der erforderlichen Konzentration eingesetzt, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Zusammengefasst, die Marke hat den Anspruch die Wirksamkeit nicht nur zu versprechen, sondern eben auch zu belegen und das nicht nur durch Patientenauslobungen.

 

Auf die Konzentrationen geschaut, ist es auch nicht immer sinnvoll die Wirkstoffkonzentrationen zu erhöhen. Unser Gründer, Dr. Sheldon Pinnell, Leiter der dermatologischen Fakultät an der Duke University (USA), setzte sich vor ca. 30 Jahren intensiv mit dem Thema Antioxidantien auseinander. Er veröffentlichte in diesem Zusammenhang ein bahnbrechendes Patent, welches die Zusammensetzung des C E Ferulics sowie anderen SkinCeuticals Vitamin C Seren sichert. Darüber hinaus beschreibt 

das Patent die Parameter die erforderlich sind, um Vitamin C in stabiler Form und in ausreichender Konzentration an den Wirkort, nämlich die Haut, zu bringen, um dort die gewünschte Wirkung entfalten zu können:

-       das Vitamin C sollte in reiner Form vorliegen,

-       die Formulierungen sollten einen sauren pH aufweisen,

und Vitamin C sollte in einem bestimmten Konzentrationsbereich vorliegen.

Spielen die Lösungsmittel auch eine wichtige Rolle für das Vitamin C?

 

Ja, schon insofern, als dass sie den pH-Wert beeinflussen können und dafür sorgen, dass das Vitamin C in gelöster Form darin vorliegt. Wichtig ist, dass der pH am Ende stimmt, da die Ascorbinsäure ein sehr instabiles Molekül ist.

 

Zur Einordnung in der Hautpflegeroutine - wann ergibt es am meisten Sinn das CE Ferulic zu verwenden, morgens oder abends? 

 

Es macht absolut Sinn, das Vitamin C morgens aufzutragen, weil es dafür da ist die Haut in erster Linie vor den schädlichen Umwelteinflüssen zu schützen denen man tagsüber ausgesetzt ist. UV-Strahlen, Ozon, Abgase usw.  können der Haut oxidativen Stress zufügen, das CE Ferulic hat dann die Funktion diesen Einfluss zu reduzieren, indem es freie Radikale, die bei diesem oxidativen Stress entstehen, neutralisiert. Für die Nacht haben wir ebenfalls ein antioxidatives Produkt in unserem Portfolio, das ist das Resveratrol BE, welches verstärkt auf die Hautregeneration während der Nacht eingeht.

Unser Konzept ist nach der Pflegephilosophie Vorbeugen, Korrigieren Schützen aufgebaut und gemäß dieses Prinzipes lassen sich die Produkte je nach Bedürfnis auch wunderbar kombinieren. Die Routine wird mit dem Auftragen eines Antioxidans (CE Ferulic, Phloretin CF oder Serum 10) als vorbeugende Maßnahme begonnen, dann schließt sich der korrigierende Schritt an: je nachdem, welches Hautbedürfnis man angehen möchte z.B., Falten, unreine Haut oder Hyperpigmentierungen – dafür haben wir verschiedene Lösungen und als letzten Schritt empfehlen wir einen Sonnenschutz aufzutragen, um die Haut optimal zu schützen.

 

Wie sieht es bei SkinCeuticals denn mit dem Schutz vor Infrarotstrahlen und blauem Licht aus?

 

Infrarotstrahlen können auf der Haut die Entstehung freier Radikale verursachen. Es wird zudem diskutiert, dass blaues Licht möglicherweise ebenfalls oxidativem Stress auslösen kann. Deshalb ist das Auftragen eines topischen Antioxidans meiner Meinung nach absolut sinnvoll. Antioxidantien wie z.B. Vitamin C sind in der Lage freie Radikale erfolgreich zu bekämpfen, in dem sie diese neutralisieren.

 

Um einen umfassenden Schutz vor den Folgen von UV- und IR-Strahlen erreichen zu können, empfiehlt SkinCeuticals die Kombination eines antioxidativen Serums mit einem wirksamen Sonnenschutzprodukt.

 

Wie lange ist das Vitamin C am Tag denn stabil, verliere ich es über den Tag, weil es schon oxidiert ist?

 

Eine SkinCeuticals Studie beschreibt die Untersuchung der Aufnahme von Vitamin C in die Haut („Topical L-Ascorbic Acid: Percutaneous Absorption Studies“, S.R. Pinnell, Dermatol Surg 2001 Feb;27(2):137-42)

Diese hat klar gezeigt, dass zunächst einmal die maximale Konzentration, die von der Haut in dieser Studie aufgenommen wurde 20% Vitamin C betrug. Dieses Sättigungslevel wurde nach einer dreitägigen Anwendung erreicht. Man hat wiederum auch beobachtet, dass das Vitamin C in dem untersuchten Gewebe auch noch nach 72 Stunden nachgewiesen werden konnte. Mit anderen Worten, dass Vitamin C in dem untersuchten C E Ferulic wurde nach dem Auftragen auf die Haut von dieser aufgenommen und entwickelte eine Art Depot-Wirkung.

 

 

Warum sollte jemand vielleicht eher zum Phloretin CF Serum greifen, statt dem C E Ferulic?

 

Das Phloretin CF Serum ist ein hochwirksames Vitamin C Serum mit 10% Vitamin C, 0.5% Ferulasäure und 2% Phloretin und der letztgenannte ist ein Wirkstoff, der neben seiner antioxidativen Wirkung eine regulierende Wirkung auf Hyperpigmentierungen und Altersflecken hat indem es das Enzym Tyrosinase hemmt, welches eine wichtige Rolle bei der Pigmententstehung spielt.

Für ölige Haut eignet sich das Serum auch, weil es kein Vitamin E enthält, welches selbst ein Öl ist und für Leute die sehr ölige Haut haben, zu viel sein könnte.

 

SkinCeuticals arbeitet ausschließlich mit der reinen Form von Vitamin C - mittlerweile werden mehrere Vitamin C Derivate verwendet, überzeugt Euch davon schon eins?

 

Dr. Sheldon Pinnell hat umfangreiche Antioxidantienforschung betrieben und hat in diesem Zusammenhang die Parameter ausmachen können, die gegeben sein müssen, um Vitamin C bei äußerlicher Anwendung stabil und in hohen Konzentrationen in die Haut bringen zu können. Er hat dabei reines Vitamin C im Vergleich zu Derivaten untersucht und festgestellt, dass es ihm nur gelang Vitamin C in relevanten Konzentrationen in der Haut nachzuweisen, wenn die reine Form eingesetzt wurde. Das klingt für mich sehr überzeugend und deshalb habe ich mich mit anderen Derivaten bisher nicht auseinandergesetzt.

 

Macht Ihr Euch Sorgen, was passieren könnte, wenn das Patent ausläuft? 

 

Nein, eigentlich nicht. Da wissenschaftlicher Fortschritt ein Schwerpunkt der Marke darstellt gehe ich davon aus, dass SkinCeuticals auch in Zukunft weiterhin richtungsweisende innovative Produkte auf den Markt bringen wird. 

 

Was sollten wir Konsumentinnen unbedingt über die UV-Filter Mexoryl SX und XL aus dem Hause L'Oréal wissen?

Zunächst einmal ist es wichtig, dass die Filter im Sonnenprodukt sowohl vor UVA- als auch vor UVB-Strahlen schützen. Die UVB Strahlen der Sonne lösen den Sonnenbrand aus, während UVA-Strahlen unbemerkt zur Hautalterung und Allergie beitragen.

Um die Haut vor UV-Strahlung zu schützen, gibt es 2 verschiedene Arten von UV-Filtern. Chemische Filter wandeln die UV-Strahlen auf der Haut in Wärme um. Mineralische Filter reflektieren das Sonnenlicht auf der Haut. Mineralische Filter sind kleine Partikel aus Zink oder Titanium Dioxide. Chemische Filterstoffe werden auch als organische Filter bezeichnet und hierzu zählen das Mexoryl SX und XL. Beide Filter sind von L´Oréal entwickelt worden und geben die Möglichkeit ein photostabiles Filtersystem zu bilden. Durch eine intelligente Kombination mit anderen UV-Filtern kann ein Breitbandschutz aufgebaut werden. Auf diese Weise können die UV-Filter-Konzentrationen reduziert werden: Die Textur wird dadurch angenehmer und die Verträglichkeit erhöht.

 

 

Sind die Mexoryl Filter auf ihren ökologischen Einfluss untersucht - speziell im Hinblick auf den Hawaii-Ban?

 

Die Firma L`Oréal versteht es als ihre Mission, verantwortungsvoll mit der Umwelt und ihrem biologischen Fußabdruck umzugehen. Der Hawaiian Ban besagt ja, dass Hawaii als erster US- Bundesstaat ein Gesetz verabschiedet hat, das den Verkauf von Sonnencremes, die die Chemikalien Octinoxat und Oxybenzon enthalten, verbietet, um das Meeres-Ökosystem im pazifischen Ozean zu schützen. 

Keines unserer Sonnenschutzprodukte enthält einen dieser Sonnenschutzfilter. Auch die Mexoryl Filter nicht. 

L‘Oréal hat aber auch Initiative ergriffen, der Ursache weiter auf den Grund zu gehen und hat eine umfassende Studie dazu durchgeführt, weil die Studienlage zum damaligen Zeitpunkt noch nicht umfassend genug war. Eine große Zahl an Klimawissenschaftlern führt dieses Phänomen vor allem auf den Temperaturanstieg der Ozeane zurück, der mit der Erderwärmung zusammenhängt. Weitere Gründe sind die Überfischung der Meere, die mangelnde Klärung urbaner Abwässer oder Wasser aus landwirtschaftlicher Bewässerung, das die Lagunen verschmutzt. Ein Zusammenhang mit unseren Lichtschutzfiltern konnte mit Sicherheit ausgeschlossen werden. Nichtsdestotrotz arbeiten wir stets an der Entwicklung neuer hochwirksame Formeln, in denen wir auch die Konzentration an UV-Filtern minimieren können. 

 

Abgesehen von täglichem Lichtschutz und sinnvollen Antioxidantien, welchen Bereich empfindest Du in der Hautpflege als unterschätzt und warum?

                                    

Reinigung! Meiner Meinung nach gehört zu einer guten Hautpflege eine wirksame Reinigungsroutine, denn nur auf einer optimal vorbereiteten Haut, kann die anschließende Pflege ihre gewünschte Wirkung entfalten. Hier empfehle ich zunächst ein gutes Reinigungsgel, einen Schaum oder eine Creme aufzutragen (ganz nach persönlichem Belieben) und danach einen Toner zu verwenden, um die Haut zu beruhigen und den pH des Säureschutzmantels der Haut wiederherzustellen.

 

 

Ist Grüntee-Extrakt von Interesse für SkinCeuticals, insbesondere Epigallocatechin Gallate?

 

Meines Wissens, wurde Grüntee-Extrakt bisher noch nicht in SkinCeuticals-Produkten eingesetzt. Dies möchte ich aber nicht ausschließen, da SkinCeuticals ja durchaus mit pflanzlichen Extrakten arbeitet. 

 

Zwei neue Produkte, das Discoloration Defense Serum und der Advanced Brightening UV Defense Sunscreen SPF - was hat das Interesse an Tranexamsäure geweckt?

 

Tranexamsäure ist in der Indikation Hyperpigmentierungen sicherlich eine Innovation, denn sie greift schon ganz früh in der Entstehungskaskade von Pigmenten (Melaninbildung) ein, indem es die Entzündungsmediatoren reduziert, die diese Entstehungskette in Gang setzen. Die Integration dieses Wirkstoffes in ein Lichtschutzprodukt ist ebenfalls ein neuer Ansatz, den SkinCeuticals verfolgt, und ich finde ihn sehr gelungen. 

 

Wusstest Du, dass Tranexamsäure in diesem Zusammenhang ein absoluter Zufallsfund war? Eigentlich wird dieser Wirkstoff zur Therapie von Blutungen eingesetzt, da er die Umwandlung von Plasminogen zu Plasmin hemmt. So kann die Fibrinolyse verhindert und das Blutungsrisiko gesenkt werden. In einem Fall wurde beobachtet, dass bei der oralen Verabreichung von Tranexamsäure sich die Intensität eines Melasmas innerhalb von 2-3 Wochen signifikant verminderte.

 

Duftstoffe werden mitunter kritisch beäugt, ich sehe den Einsatz von Duftstoffen auch kritisch, besonders durch das phototoxische, -allergene Potential, wie geht SkinCeuticals mit diesem Thema um?

 

SkinCeuticals sucht jeden Inhaltsstoff sorgfältig aus, um eine maximale Verträglichkeit gewährleisten zu können. Neben der Wirksamkeit werden die Formulierungen strengen Sicherheits- und Toleranztests auf der Haut unterzogen werden. Der Einsatz von Duftstoffen wird so gering, wie möglich gehalten. Wenn möglich, sind die Produkte frei von diesem Inhaltsstoff. Dies gilt im Übrigen auch für Farbstoffe und Konservierungsmittel.

 

Danke für dieses tolle Interview, Verena! Magst Du abschließend noch einen Hinweis geben, wie wir auch wissenschaftlich bei SkinCeuticals auf dem Laufenden bleiben können?

 

Gerne - guter Punkt! Wir vom deutschen SkinCeuticals Team erarbeiten gerade ein Konzept für Endkonsumenten, dass das Thema Wissenschaft aufgreiftNeue Erkenntnisse, Studien, die in Fachzeitschriften veröffentlicht wurden, teilen wir über wissenschaftliche Datenbanken wie z.B. Pubmed in erster Linie mit anderen Experten.

Aufgrund der Tatsache, dass sich die SkinCeuticals Produkte hervorragend in den Praxisalltag integrieren lassen, in dem sie mit ästhetisch-dermatologsichen Behandlungen kombiniert werden, um die Hautergebnisse zu sichern, agieren anerkannte Dermatologen in gewisser Weise als Botschafter der Marke. Deshalb ist es fürEndverbraucher sicherlich mal interessant auf den Instagram Accounts dieser Experten und Influencer vorbeizuschauen. Es ist bestimmt auch eine gute Option, den US Instagram Account von SkinCeuticals (https://www.instagram.com/skinceuticals/) zu besuchen, da dort SkinCeuticals Trainer wissenschaftliche Insights im Format Edu Insider geben.

 

 

Schaut also auf den Kanälen vorbei und lasst gerne auch Feedback da!


Neutrogena Hydro Boost Creme Gel


Das Hydro Boost Creme Gel von Neutrogena erfüllt, wonach es mir schon ewig dürstet:
"Leicht wie ein Gel - reichhaltig wie eine Creme!"

Die Kosmetikindustrie unterwirft sich gerne mal hingebungsvoll dem Marketing, denn auch hier handelt es sich natürlich nicht um ein Gel, aber die Idee ist so genial, wie ungewöhnlich dem Naturkosmetik-Trend entgegen.

Ich möchte hier schildern, was mich zum bereits vierten Kauf dieses Produktes veranlasst hat und was ich in diesem Produkt, gleich einer Kristallkugel, zu sehen vermag.


Vorerst aber ein Blick in die Textur, hier darf das Creme Gel performen!


Kann, in unseren Zeiten der Wirkstoffpflege, so eine lahme Feuchtigkeitspflege das Spotlight halten?

Unbedingt! Durch den verstärkten Einsatz sehr potenter Produkte sehe ich durchaus wiederholt die Versuche, wie man die Haut alleinig durch Wirkstoffpflege retten möchte, ohne sich dabei ganz rundlegend um die Hautbarriere zu kümmern.

Neben all den großen Effekten durch lautstarke Peelings, wirkt die sanfte, unscheinbare Feuchtigkeitspflege dennoch so viel intensiver, da die Haut gerne eine Pause von all dem Zauber nimmt.

Kleiner Exkurs zur Feuchtigkeitspflege

Der richtige Feuchtigkeitshaushalt ist von enormer Bedeutung für den gesunden Zustand der Haut. Unsere Hautzellen durchlaufen einen Prozess in dem Sie sich von lebendigen, weicheren Zellen zu abgestorbenen, härteren Zellen ausbilden, welche zum Schluss auf der Hautoberfläche abgestoßen werden.

Für das Abstoßen, müssen die Zellen von Enzymen voneinander getrennt werden, welche jedoch ein ausreichend feuchtes Umfeld benötigen, um gut arbeiten zu können. Fehlt die Feuchtigkeit, werden weniger Hautzellen voneinander getrennt und es entstehen Klumpen von Hautzellen. Diese können sowohl Poren verstopfen, als auch dafür sorgen, dass die Haut noch mehr Feuchtigkeit verliert und zwar dann, wenn der größere Klumpen (sehr große Klumpen von Hautzellen, sind als Hautschuppen für uns erkennbar) auf einmal abfällt. Dadurch wird ein unüblich großes Loch in der Hautbarriere hinterlassen, durch das die Feuchtigkeit verstärkt entweichen kann.

Solche Stellen in der obersten Hautschicht führen nicht nur dazu, dass die Haut mehr Feuchtigkeit verliert, sondern auch leichter unerwünschte Bakterien in die Haut gelangen können, die Entzündungsreaktionen auslösen.

Nun soll die Haut sich dagegen wehren, aber mit einem geringeren Feuchtigkeitshaushalt ist auch das Abwehrsystem der Haut geschwächt.

So don't forget to moisturize, moisturize, moisturize!*

*falls nötig


Inhaltsstoffe

Das Creme-Gel hat keine ewig lange INCI-Liste, wodurch potentiell schon weniger Störenfriede enthalten oder zumindest leichter ausfindig zu machen sind.

Aqua, Dimethicone, Glycerin, Cetearyl Olivate, Sodium Hyaluronate, Dimethicone/Vinyl Dimethicone Crosspolymer, Ethylhexylglycerin, Dimethiconol, Synthetic Beeswax, Sorbitan Olivate, Laureth-7, C12-14 Pareth-12, Polyacrylamide, Dimethicone Crosspolymer, Carbomer, C13-14 Isoparaffin, Sodium Hydroxide, Phenoxyethanol, Chlorphenesin, Methylparaben, Benzoic Acid

Lipide:
Dimethicone, Dimethiconol, C13-14 Isoparaffin

Die Lipide sind dazu da, die Haut geschmeidig zu halten und Wasser mit einzuschließen, in diesem Fall sind es Silikon- und Mineralöle, welche den großartigen Vorteil haben, nicht von den Bakterien der Haut verstoffwechselt zu werden. Mit meiner zu Unreinheiten neigenden Haut bin ich sehr darauf bedacht, wenig Öle zu verwenden, die als Futter für die Bakterien dienen können. Mit dem Hauttalg haben meine Bakterien bereits genug Futter, welches ich nicht weiter ausreizen möchte.

Besonders die Silikonöle haben ein Finish, das so leicht aufsitzt, dass ich keine Probleme mit einem Fettglanz habe, welches meist mein Problem ist mit Cremes.

Das Mineralölgemisch C13-14 Isoparaffin ist leicht flüchtig und somit ebenfalls kein schwer aufliegendes oder fettendes Lipid.

Durch die Flüchtigkeit des Mineralölgemisches und der elastischen Bindungen der Silikonöle, welche Wasser nicht gut einschließen können, ist der okklusive Effekt nur mittelmäßig ausgeprägt.

Feuchthaltemittel:
Glycerin, Sodium Hyaluronate

Zwei der bekanntesten und sehr gut untersuchten Feuchthaltemittel wurden eingesetzt - kein umständlicher Zirkus um irgendeine Power-Pflanze - das lobe ich mir!

Emulsions-Stabilisierung:
Cetearyl Olivate, Synthetic Beeswax, Carbomer, Polyacrylamide

Sensorik:
Dimethicone/Vinyl Dimethicone Crosspolymer, Dimethicone Crosspolymer

Sind Euch schon einmal viele Silikonverbindungen in Anti-Shine/Mattierungs-Produkten aufgefallen? Diese können Talg bzw. Hautfett über den Tag ebenmäßiger verteilen und absorbieren, jedoch ist der Effekt aus meiner bisherigen Erfahrung nicht sehr stark ausgeprägt, weshalb ich das für trockenere Haut als Add-On verstehe, bei diesem Produkt aber auch leicht verzichten könnte.

Emulgatorsystem:
Sorbitan Olivate, Laureth-7, C12-14 Pareth-12

Konservierung:
Ethylhexylglycerin, Phenoxyethanol, Chlorphenesin, Methylparaben, Benzoic Acid


Die Verpackung - ein TIEGEL

Von Tiegeln bin ich kein Fan, ich sehe die Produkte einfach lieber in Verpackungen, die den Luftkontakt gering halten und auch nicht jedes Mal einen veranlassen, eigene Bakterien ins Produkt zu schmieren.

Da die verwendeten Öle sehr stabil sind, also nicht ranzig werden können und auch keine Pflanzenextrakte, oder sonstige Antioxidantien eingesetzt wurden, die an der Luft verpuffen würden, bin ich aufgrund der für mich exzeptionell passenden Textur gewillt die Verpackung in Kauf zu nehmen.

Dieses Gel, welches kein Gel ist, sondern eine Emulsion, die für normale bis trockene Haut konzipiert wurde, passt für meine Mischhaut so optimal, da ich mit vielen leichten Cremes unterpflegt bin, oder aber die Cremes ein Hautgefühl und -finish hinterlassen, mit dem ich mich nicht schlafen legen möchte.

Unbesorgt, dass das Creme-Gel Pickel machen könnte, lege ich mich nun hin und wache moisturized nachher wieder auf. Für alle Fragen, die mein Beitrag nicht beantwortet hat, bitte ich Euch diese in die Kommentare zu schreiben.



Sodium Coco Sulfate

Ein Tensid auf Kokosölbasis!

Sodium Coco Sulfat gehört, wie es der Name auch nicht weiter verheimlicht, zu den Sulfaten. Die Sulfate sind eine Klasse der Tenside, also der Moleküle die zum Reinigen verwendet werden. Ob das nun im Shampoo, Duschgel oder Waschgel für's Gesicht vorkommt, ist erst einmal unwichtig.

Zu lange schon wollte ich das Tensid separat behandelt haben und Shenja von Incipedia hat es aktuell ins Spotlight gerückt, da es in einem Shampoo enthalten ist, dass ohne Plastikverpackung auskommt. Perfekter Reminder!

Die Herstellung mag nicht jeden interessieren, aber wir werden durch einen kurzen Überblick einen ganz bekannten Inhaltsstoff wiederfinden. Schon eine Ahnung welcher das sein könnte?

Sind manche Peelings nicht photosensibilisierend?



Zu den großen Playern (wobei sie ziemlich klein ist) der AHA-Liga gehört die Glykolsäure, welche die Haut empfänglicher für UV-Strahlen macht. [1]
Daraus folgt die häufige Empfehlung täglich Sonnenschutz zu verwenden nachdem wir uns die Haut mit solchen Peelings verfeinert haben. In der Untersuchung zur Photosensibilisierung durch 10%iges Glykolsäurepeeling, war die Haut nach einer Woche wieder regeneriert. [2]

Soweit ist das alles sinnig, da Peelings Hautzellen abtragen (körnige Peelings) oder lösen (chemische Peelings) und somit die oberste Hautschicht verdünnen. Unsere Haut schützt uns aber nicht nur mit Melanin vor der Sonnenstrahlung sondern auch durch eine Verdickung der Hornschicht. Diese zu verdünnen hat somit selbstverständlich einen reduzierenden Effekt auf die Schutzfähigkeit der Haut.

Nun gibt es manche Säuren von denen wird behauptet, sie würden die Haut nicht empfindlicher machen, peelen aber dennoch die Haut. Kann das möglich sein?

Akne und das Narbenerbe


Selbst wenn die Akne unter Kontrolle ist, ja vielleicht sogar überwunden, die Narben können eine Erinnerung an die ehemaligen Pickel sein.
Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich mich zurückgehalten habe, jeden Pickel mit Gewalt auszudrücken. Sehr schnell bemerkt man, ob ein Pickel so weit ist, um ausgedrückt zu werden.

Wie entsteht dabei die Narbe?

Bei Pia haben wir bereits gelernt was die Faktoren für eine Entstehung eines Pickels sind. Die Verstopfung der Pore durch zu viel Keratin, das Sebum, welches in der Pore aufgrund der Verstopfung festsitzt, ein Überschuss an Bakterien, die sich dort breit machen, weil sie sich in dieser verstopften Pore wohl fühlen und eine Reihe von Entzündungsreaktionen, die durch Stoffwechselprodukte der Bakterien entstehen.

Stellt Euch nun vor die Pore füllt sich weiter auf mit Sebum, Keratin und Bakterien, wie ein Luftballon, der mit Wasser gefüllt wird. Irgendwann fängt der Luftballon an zu spannen. Er ist gefüllt und es sieht nicht mehr nach Wohlfühlphase aus. Ein bisschen so, wie wenn ich zu viele Kohlenhydrate gegessen habe. Es ist noch nichts Schlimmes passiert, aber mein Magen ist überfüllt und ich sollte aufhören weiter zu essen, bis sich die Lage beruhigt hat. So ist es auch beim Pickel: Solange die Pore nicht maßlos überfüllt ist, kann sich die Pore, nachdem der Pickel verschwunden ist, wieder normal verhalten. Den Luftballon können wir auch wieder erneut befüllen, wenn wir ihn nicht mit der Wassermenge überlasten und das Wasser wieder aus dem Ballon wieder weggekippt haben.

Was aber, wenn wir den Luftballon so sehr befüllen, dass er sich nicht nur dehnt, sondern platzt?

Anti-Akne Inhaltsstoffe



Weiter geht es in der Reihe mit Pia zum Thema Akne! Schaut auf ihrem Blog SkincareInspirations vorbei, um auch die anderen Beiträge dieser Reihe nicht zu verpassen.

Da es nun doch mehr als nur eine Handvoll Wirkstoffe gibt, steige ich direkt mal mit einer Übersicht ein. Danach gibt es noch ein paar Infos zu den einzelnen Wirkstoffen. Von verschreibungspflichtigen Inhaltsstoffen habe ich Abstand genommen, da ich nicht in der Position stehe, Empfehlungen für diese herauszugeben und es dazu verleitet sich selber zu diagnostizieren.


Hautreinigung bei Akne


Bringst Du Akne auch noch mit mangelnder Hygiene in Verbindung? Wenn ja, dann herzlich willkommen in den 80ern! Erst einmal scheint es sinnig, dass viele mit fettiger Haut, die vielleicht sogar leicht verschwitzt dadurch aussehen, nun gerade Akne haben. Aber komisch, wie so viele penibel-hygienische Menschen dann trotzdem noch Pickel haben. Komisch, komisch.


Porentiefe Reinigung


Pickel sind Entzündungen innerhalb der Pore, wie Du sicherlich weißt, da Du all die Grundlagen über Akne bereits bei Pia auf SkincareInspirations erfahren hast. Falls nicht, möchte ich Dir sehr zu Ihren vorigen Beiträgen raten, die sich mit diesem und unseren kommenden Beiträgen in eine Reihe über Akne gliedern.

Der beste, mineralische Sonnenschutz




Mineralische Filter begeistern mich, seit ich mich mit Hautpflege so leidenschaftlich gerne beschäftige. Deshalb dreht es sich jetzt auch um einen mineralischen Sonnenschutz, der eine zuerst endlos scheinende Suche beendet hat.


Heliocare Mineral Tolerance Fluid


Kleines Ratespiel vorweg: Auf welcher Gesichtshälfte trage ich das Mineral Tolerance Fluid?

Wie okklusiv ist mein Öl?


Die Öle und Fette tragen im Wesentlichen zum breiten Spektrum der kosmetischen Produkte bei. Ein paar Grundlagen dazu möchte ich Euch heute näher bringen, für all diejenigen, die Spaß daran haben, ihre Produkte unter die Lupe zu nehmen.


Eine Barriere aus Fetten

Öl und Wasser mischt sich nicht, das kennen wir. Das bringt uns zum ersten wichtigen Punkt des Einsatzes von Fetten und Ölen: der Verlust von Feuchtigkeit.

Feuchtigkeit können wir der Haut nicht zuführen, indem wir sie nass machen. Die Haut gibt andauernd Feuchtigkeit, von innen heraus, an die Umgebung ab. Dieser Verlust an Feuchtigkeit wird als TEWL beschrieben. Wenn nun einfach nur Wasser auf der Haut liegt und verdunstet, verstärkt das insgesamt sogar den Verlust an Feuchtigkeit, weil dadurch

Dein Sonnenschutz - Does it have what it takes?



Die UV-Strahlung der Sonne macht den größten Anteil der Hautalterung aus und das hat sich mittlerweile stark rumgesprochen.
SPF ist aber nicht gleich SPF.


SPF-Unterschiede

Der Wert beschreibt das Vielfache unserer Eigenschutzzeit, die wir der direkten Sonnenstrahlung ausgesetzt sein können, ohne die Haut zu röten. Die Rötung wird fast komplett von der UVB Strahlung ausgelöst.
Im UVA Bereich laufen wir als Konsumenten somit ziemlich blind. Toll, wenn der UVA-Schutz als PPD-Wert angegeben wird, aber selten der Fall! Die französischen Apothekenmarken sind da meist sehr vorbildlich.

Das UVA-Siegel bringt ein wenig Licht ins Dunkle, worüber ich kurz und knapp auf MAGIMANIA geschrieben habe. Für Fortgeschrittene lohnt sich der Blick auf die INCI-Liste. Um die Top 3 UV-Filter ging es bereits in meinem Beitrag "Top 3 Anti-Aging INCI".





Infrarot-Strahlung

Längst ist es nicht mehr nur die UV-Strahlung, die im Bezug zur Hautalterung zur Sprache kommt. Die Folgen der Infrarot-Strahlung, speziell der IR-A-Strahlung haben Aufmerksamkeit erregt.

Die Top 3 Anti-Aging Inhaltsstoffe


Große Überraschung - Sonnenschutz!



Die UV-Strahlung ist zu 80% für die vorzeitige Hautalterung verantwortlich. Das geht aus einer Studie aus Südfrankreich hervor, bei einem Breitengrad N 43°. Deutschland reicht von N 55-47°.

Der UV Index zur Studie liegt dementsprechend etwas höher, als wir ihn hier in Deutschland kennen. Anteilig wird die UV-Belastung in Deutschland, wenngleich geringer, dennoch dicht an 80% der von uns beeinflussbaren Hautalterung liegen.

Heute soll es dabei um die Top 3 der Anti-Aging UV-Filter gehen, insbesondere um einen, der mir vernachlässigt zu sein scheint.
UVB und UVA-II Strahlung wird in aller Regel gut abgeschirmt und lässt sich anhand des SPF einschätzen. Die Angabe über den UVA Schutz (PPD-Wert) ist immer noch eine Seltenheit, sodass ein Blick auf die UV-Filter uns helfen kann.

Keine Sorge wegen des Diagrammes, der Text lässt sich komplett ohne Diagramm verstehen.


Tinosorb S - der Überflieger

Der Filter hat sich schon etwas rumgesprochen und das zu Recht! Sowohl im UVB Breich, als auch im UVA Bereich glänzt er mit hohen Absorptionswerten, wird unter Sonnenlichteinwirkung nicht weniger effektiv, hilft bei der Stabilisierung von photoinstabilen Filtern (z.B. Avobenzone) und ist laut dem Sicherheitsdatenblatt. Auch sonst wird nur in den seltesten Fällen von Irritationen berichtet.

In den Inhaltsstoffe unter BIS-ETHYLHEXYLOXYPHENOL METHOXYPHENYL TRIAZINE zu finden. 

Tinosorb M - das Breitling-Partikel

Macht sich auf dem Diagramm ziemlich breit und füllt auch tatsächlich das breiteste Spektrum ab. Die Kurve mag recht klein zu den anderen erscheinen, sind aber gute Absorptionswerte. Tinosorb M ist ebenfalls photostabil, nicht irritierend und hat Eigenschaften mineralischer Partikel indem es UV-Strahlung absorbiert, reflektiert und streut. Es kann allerdings auch einen weißelnden Effekt verursachen.

In den Inhaltsstoffen unter METHYLENE BIS-BENZOTRIAZOLYL TETRAMETHYLBUTYLPHENOL zu finden.

Uvinul A Plus - die Höhenfliegerin

Nun geht es zum Kern dieses Beitrages: der Schmeicheleinheit des Sonnenenschutzes. Firmen, die diesen UV-Filter verwenden, scheinen sich wirklich um Sonnenschutz zu bemühen. Warum ist das so? Der Filter hat seine Schwäche im UVB- und UVA-II-Spektrum, ist überhaupt nicht für einen hohen SPF geeignet, dafür umso toller für die komplette UVA-I Goodness. Manchmal lautet der Kompromiss: SPF so hoch wie möglich, damit überhaupt ein anständiger UVA Wert (PPD), durch das UVA Logo gesichert ist (siehe dazu auch mein Beitrag auf MAGI-MANIA). Uvinul A Plus schenkt uns die pure UVA-I Absorption, die manch eine Person vielleicht vergeblich sucht und sich so ingesamt Filterkonzentration einsparen kann.

Für einen Vergleich habe ich die Kurven innerhalb des UVA-I Spektrums per Hand integriert, woraus sich ergibt:

Uvinul A+ absorbiert 22% mehr UVA-I Strahlung als Tinosorb M und 5% mehr UVA-I Strahlung als Tinosorb S.

So selten, wie in Deutschland PPD Werte angegeben werden, meinen Firmen das manchmal wohl echt gut mit den Konsumenten. Die negativen Einflüsse der UVA-Strahlung sind erst auf lange Sicht erkennbar und dann wäre jegliche Beschwerde bei den Unternehmen sinnfrei. Ein offenes Dankeschön an die fortschrittlichen Unternehmen!

Uvinul A+ ist im Sicherheitsdatenblatt und vom wissenschaftlichen Ausschuss für Verbrauchersicherheit in der EU als Nicht-Irritant bewertet und ist ebenfalls photostabil!

Zum Schluss habe ich nocheinmal die drei Filter im Sonnenschutz Simulator bei einer Konzentration von 3% verglichen:


Uvinul A+
Tinosorb M
Tinosorb S
PPD
6,8
5,5
6,0
Zwei Anmerkungen noch:

Beachtet bitte, dass sich mit den Filtern in Cremes und Kombination anderer Inhaltsstoffe viel höhere PPD Werte erzielen lassen. Die drei Werte sind nur zum Vergleich gedacht und lassen sich so nicht auf Sonnenschutzprodukte übertragen. Gilt auch ganz generell für den Simulator, wo z.B. auf Reddit eine riesige Liste mit teilweise falschen PPD Werten erstellt wurde, die den Simulator zur Grundlage genutzt hat.

Der Simulator gibt auch Tinosorb S Aqua an, welcher bei 3% einen PPD 6,9 setzt. Diese Form ist nicht einfach nur Tinosorb S in Wasser gelöst sondern zusätzlich noch Filmbildner und der Emulgator Sodium Laureth Sulfate. Denn Filmbildner und die Verteilung der Filter haben einen großen Einluss auf die Schutzwirkung.

Uvinul A+ hat mehr Anerkennung verdient!
In den Inhaltsstoffen unter DIETHYLAMINO HYDROXYBENZOYL HEXYL BENZOATE zu finden.

Conditioner sparen!

Eine Pflegespülung für die Haare gefunden, aber es gibt sie nur als bezahltes Goodie in einer Haarfarbe, die Du mal ausprobiert hast?
Vielleicht findest Du auch einfach bloß eine der Pflegespülungen gut, die es in der Drogerie nur als Sachet zu kaufen gibt oder möchtest deinen regulären Conditioner sparender verwenden.



Fülle Dir die Pflegespülung in einen leeren Pumpspender um!


In der Regel sind die Öffnungen der Pumpspender deutlich kleiner als die Tubenöffnungen und schon gar kleiner als ein aufgerissenes Sachet. Mir wurde dadurch klar wie viel weniger ich an Conditioner nur brauche um trotzdem ein zufriedenes Ergebnis zu erzielen.

Klimaerwärmung durch Massentierhaltung


Trumps katastrophale Entscheidung, aus dem Pariser Klimaschutzabkommen auszutreten, hat zum einzig Positiven zur Folge, dass der Klimawandel gegenwärtig noch mehr Aufmerksamkeit bekommt.


Das Pariser Klimaschutzabkommen


ist ein internationaler Vertrag an dem die Länder freiwillig teilhaben. Jedes Land setzt dabei eigene Ziele für sich und es gibt keine Strafen, sollten die Ziele nicht erreicht werden. Gemeinsames Ziel des Abkommens ist es, die Erderwärmung so gering wie möglich und nicht über 2 Grad Celsius hinauszusteigern.

Die Erderwärmung


Es gibt Gase in unserer Erdatmosphäre, die Wärmestrahlung aufnehmen. Wir nennen sie Treibhausgase und sie machen weniger als 1% der Gase in unserer Erdatmosphäre aus.
Wenn Wärmestrahlung, die uns von der Sonne erreicht, in der Atmosphäre von den Treibhausgasen gespeichert wird, hat das zur Folge, dass sich das Klima erwärmt.

Mein Deo funktioniert nicht.


Heute gibt es drei Tipps warum Dein Deo womöglich versagt hat.



1. Antitranspirant/-perspirant oder Deo?

Deos müssen lediglich de-odorieren (ent-duften) können. Durch Duftstoffe, Alkohol und weitere antibakteriell wirkende Mittel oder auch Stärke, die die unerwünschten Duftnoten abfangen kann, wird das erreicht.

Aluminiumsalze füllen das Potential zum Antitranspirant und können den Schweiß abhalten gebündelt an der Oberfläche aufzutreten, wo er uns unangenehm auffällt.

Die Medien haben Dir immer noch Panik vor Aluminiumsalzen gemacht und keiner kam um Dich aufzuklären?
Lass Dir von Agata im Artikel zu "Deos und Impfgegner" erklären, wie die Sachlage ist und ließ bei Adelsblass und Kunterbunt in aller Detailtreue die Dichtung und Wahrheit von Aluminiumsalzen.

CremeKampagne


Leon (@xskincare) hat mich im Dezember 2016 auf eine kleine Manufaktur aus Berlin aufmerksam gemacht - CremeKampagne.

Deren Konzept finde ich sehr kundenfreundlich und möchte deshalb ein wenig berichten.

Eine Quelle für Naturkosmetik-LiebhaberInnen

Auf eine gute Verarbeitung der Pflanzenöle wird Acht gegeben. Handarbeit und kontrolliert-biologischer Anbau, sehr löblich, hat mich jedoch noch nicht vom Hocker gehauen.

Angenehm überrascht hat mich der schlichte Hinweis auf das Verzichten auf PEGs, Paraffine, Mineralöle, Farbstoffe und synthetische Duftstoffe. Keine Schein-Naturkosmetik und gleichzeitig keine Hetze gegen, oder Panik vor ,diesen Inhaltsstoffen geschürt.

Wie funktioniert Salicyl-Vaselin?

Salicylsäure in simpler Formulierung - Vaseline.


In manchen Apotheken ist Salicyl-Vaselin sowohl in 5 - als auch in 10%iger Version erhältlich. Ein Blick auf die Inhaltsstoffe verrät Folgendes:

Wirkstoff: 10g Salicylsäure. Die Tube enthält 100ml → 10g = 10%

Sonstige Bestandteile: dünnflüssiges Paraffin (Paraffinum Liquidum) und weißes Vaselin (Petrolatum).

Paula's Choice produziert ein Produkt mit ähnlich hoher Salicylsäurekonzentration.
Die verwendete Menge wird sich in der Regel jedoch nur um ein Bruchteil handeln.
In der EU ist dieses Produkt nicht zugelassen.


Salicylsäure, wohin?

Von Petrolatum wissen wir, dass es oben auf der Haut liegen bleibt. Dünnflüssiges Paraffin kann in die ersten beiden Schichten der Hornschicht (Stratum Corneum) penetrieren. Das heißt es gelingt in die ersten 0,045% der Haut. Das ist nichts.

Ergo, Paraffinum Liquidum verschafft uns die Salicylsäure auch nicht in die Haut.

Jeder der die 10%ige Version schon probiert hat, sollte wissen, dass die ganz schön Schmackes hat. Die Salicylsäure kann also nicht nur in der Salbengrundlage liegen bleiben.


Das Emulgator-Interview

In Zusammenarbeit mit Diana, von meinem Lieblings-Instagram-Account (diana5180) über Hautpflege und Co., ist das heute vorgestellte Quasi-Interview entstanden. Thänk jüüüü :*

Es handelt sich dabei heute um Emulgatoren, die man sich zum Großen Teil wie kleine Kaulquappen vorstellen kann. Der große Kopf/Körper ist dabei polar und löst sich in Wasser. Das Schwänzchen vom Emulgator liebt es sich im unpolaren Öl aufzuhalten. Auf diese Weise lassen sich, mittels Emulgatoren, zwei oder noch mehr Phasen mischen und stabilisieren, die sich sonst wieder voneinander trennen würden.


Gibt es gute und weniger gute Emulgatoren?

Wichtiges vorweg:
Was ist der Unterschied zwischen Emulgatoren und Tensiden?

Im Prinzip gibt es den Unterschied nicht, denn Emulgatoren gehören zu der Klasse der Tenside und sind ebenso oberflächenaktive Substanzen. Von Emulgatoren spreche ich, wenn sie dazu da sind zwei Phasen (z.B. Öl und Wasser) zusammen zu halten. Von Tensiden spreche ich, wenn ihr Zweck ist, zu reinigen.

Konzentrationen sind so unglaublich wichtig.
Meine Liste der Tenside gibt einem nur eine gewisse Verhältnismäßigkeit an. In 0.5%iger Konzentration sind einige von den irritierenden Tensiden gar kein Problem. Emulgatoren, die Emulsionen stabilisieren, werden zu einem Bruchteil der Konzentration von Tensiden eingesetzt und lassen sich nicht leichtfertig mit der Tensid-Liste vergleichen.

Wem es hilft, suche nach der elektrischen Ladung des Emulgators. Nichtionische/neutrale Emulgatoren tendieren dazu die mildesten zu sein. Kationische Tenside/Emulgatoren sind meiner Meinung nach suboptimal, da sie starke ionische Bindungen zur Haut ausbilden können, die nicht einmal die nächste Reinigung auflösen würde.
Die molekulare Masse gibt einen Einblick in die Begrenzung der Penetrationsfähigkeit. Inhaltsstoffe mit einer Masse größer als 500 g/mol haben es bedeutend schwerer (benötigen Hilfsmittel) in die Haut einzudringen um Irritationen oder Allergien auszulösen.
Zusätzlich ist eine lange Kettenlänge ein Indiz für einen Reiz-armen Emulgator.



Sind Emulgatoren, die auf der Haut verbleiben, kontraproduktiv?

Emulgatoren verbleiben generell nach dem Auftrag auf der Haut und verlieren nicht ihre Eigenschaften. Es kann somit der Auswasch-Effekt eintreten, wodurch hauteigene Lipide (Fette) durch Kontakt mit Wasser ausgewaschen werden.
Mir stellt sich die Frage, 'Wer wäscht sein Gesicht zwischendurch mit Wasser und cremt nicht nach?'.
Denn es ist schließlich so, dass meistens ein tensidhaltiges Reinigungsprodukt am Abend verwendet wird. Dies wäscht ebenso auch hauteigene Lipide aus. Wo soll da jetzt die Grenze gezogen werden?

Bottom-Line: Wenn ich meinen Hauttyp kenne, also weiß, wie sich meine Haut anfühlt, 2 Stunden nachdem ich sie gereinigt habe, ohne Verwendung von Pflegeprodukten, und bei Verwendung einer Creme merke, dass sie meine Haut trockener macht als sie ohne Creme ist, wechsel ich zu einer anderen (Vorraussetzung: Die INCI-Liste auf weitere Irritantien abgecheckt.).

Was sind Mizellen?

Grundsätzlich kann erst einmal jedes Tensid Mizellen ausbilden. Das mach sie ab einer bestimmten Konzentration, und zwar dann, wenn die Oberflächen so besetzt sind, dass sie an diese nicht mehr andocken können.

Das Lösungsmittel soll hier Wasser sein. Die Kugeln sind Fetttröpfchen im Wasser und
die kleinen Kügelchen mit dem Schwänzchen sind Tensidmoleküle.

Das Bild zeigt einen Verlauf an. Links befinden sich noch nicht sehr viele Tensidmoleküle im Produkt, nach rechts hin, werden immer mehr Tensidmoleküle hinzugegeben.

Nun haben wir zwei Oberflächen. Zum einen die Oberfläche oben, zwischen der Luft und dem Wasser und die Oberfläche zwischen Fettröpfchen und Wasser. An beiden Oberflächen lagern sich die Tensidmoleküle an.

Bielenda Super Power Sleeping Mezo Mask

First things first...

Die Super Power Mezo Mask gehört Bielendas Skin Clinic Professional Reihe an, die sich durch ihre fortgeschrittenen, hochkonzentrierten Anti-Age Wirkstoffen charakterisiert. 

So weit so gut. Nichts was wir nicht schon gelesen haben.

Aktiv, wie wir Masken kennen (hö), überrascht diese mit ihrer Gelkonsistenz. Eine Nachtmaske als Gel ist ungewöhnlich, jedoch nicht zwingend nicht wünschenswert. Ölige Häute - I am looking at y'all.

Angesprochen werden hier Häute, die zu Unreinheiten, Unebenheiten, öligem Glanz, grauem Schleier, unausgeglichener Komplexion (Pigmentflecken jeglicher Art), vergrößerten Poren und sichtbarer Akne neigen.

Bei letzterem muss zuerst einmal der Wind aus den Segeln genommen werden, weil wir hier realistisch bleiben. Sichtbare Akne ist meines Erachtens nach missführend. Ob damit lediglich gemeint sein soll, dass die Nachtmaske es nicht mit den tiefliegenden Entzündungen aufnehmen kann... who knows?! Erwartet bei heftigster Akne mit kosmetischen Produkten einfach keine Wunder,




Dermasence AHA-Effects

First things first...

"Milde Fruchtsäurecreme für reifere und trockene Haut. Die Wirkstoffe regen die körpereigene Repairfunktion an und verleihen der Haut ein strahlenderes und frischeres Aussehen. Bei einer Langzeitbehandlung aktivieren sie die körpereigene Kollagenbildung. Durch beruhigende Extrakte aus Grünem Tee auch bei empfindlicher Haut anwendbar." - Dermasence





Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!
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AQUA, CETEARYL ALCOHOL, CANOLA OIL, GLYCERYL STEARATE CITRATE, CETEARYL ISONONANOATE, GLYCERYL STEARATE, GLYCERIN, LACTIC ACID, TOCOPHERYL ACETATE, TOCOPHEROL, CITRIC ACID, MALIC ACID, GALACTOARABINAN, GLYCERYL STEARATE LACTATE, LECITHIN, CAMELIA SINENSIS LEAF EXTRACT, XANTHAN GUM, CARBOMER, POTASSIUM HYDROXIDE, DICAPRYLYL ETHER, POTASSIUM SORBATE, BENZOIC ACID, DEHYDROACETIC ACID, ASCORBYL PALMITATE, HYDROGENATED PALM GLYCERIDES