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  • AutorenbildSKINCI

Mit Sonnenschutz durch dick und dünn.

Aktualisiert: 29. Mai

Aussagekraft der Konsistenz

Marie von TheShimmerBlog hat bereits letztes Jahr einen Artikel zur 2-Finger-Regel veröffentlicht. Laut dieser Regel, trägt man seinen jeweiligen Sonnenschutz entlang des Zeige- und Mittelfingers auf, um eine akzeptable Menge zu erreichen, hinsichtlich der Schutzwirkung. Wen interessiert, inwiefern die Schutzwirkung in Abhängigkeit zur Auftragsmenge steht, möge sich den Beitrag 'Ist 25 die Hälfte von 50?' dazu durchlesen. Durch Maries Beitrag wird klar, wie ungenau diese Regel ist. Man trägt sehr wahrscheinlich deutlich zu wenig auf, sollte man an einem ausreichendem Schutz interessiert sein, zudem machen einem die unterschiedlichen Konsistenzen den Vergleich schwer. Der SPF wird bei 2mg/cm² gemessen. Das heißt, wichtig ist die Dichte, wie viel der Sonnenschutz auf einen Milliliter wiegt. Ein Sonnenschutz, dessen Dichte bei 1ml=0,8g liegt, muss doppelt so dick aufgetragen werden, wie ein Sonnenschutz, dessen Dichte bei 1ml=1,6g liegt, um 2mg/cm² zu erreichen. Danke Diana, für die Idee Sonnencremes auf ihre Dichte zu untersuchen! Diana hatte zuerst versucht, die Dichte zu ermitteln, indem sie sich einen 5ml Tiegel nahm, den mit Wasser füllte, als Kontrollgruppe, und dann wog. Im nächsten Schritt  füllte sie etwas von den jeweils getesteten Sonnencremes in die Tiegel und füllte den Rest mit Wasser auf und durch die Gewichtsdifferenzen zum Gesamtgewicht und das Wissen, wie viel Volumen aufgefüllt werden müsste, dachten wir, wir könnten die Dichte der Cremes rausfinden. Die Ergebnisse waren im Endeffekt so verwirrend, dass uns etwas anderes einfallen musste. Also habe ich mir vor kurzem eine Feinwaage bestellt und es nochmal ausprobiert.


Dazu habe ich mir die jeweilige Creme, durch eine Kanüle, in eine Spritze gefüllt. Das lief nicht immer ganz glatt, da teilweise Luft mit eingezogen wurde und/oder die Creme sich schlecht durch die schmale Kanüle einsaugen ließ. Dazu habe ich mir dann eine etwas schmalere Spritze genommen. Dessen Kolben passte locker in die breitere Spritze, wodurch ich die Creme nach unten bis zur 1ml Markierung quetschen konnte, ohne dass der Luftdruck sich änderte, da die Luft an der Seite des schmaleren Kolbens entwich. Das war deshalb notwendig, da ich so Luftblasen und Hohlräumen entfernen konnte, welche das Ergebnis verfälscht hätten.



Getestet auf 1ml wurden:


Clinique Even Better SPF20

1ml ~ 0,94g

Möglicherweise zu ungenau, da zu wenig Creme für Kontrolle.



Clinique Superdefense SPF20 Hauttyp 1,2

1ml ~ 1,27g




SunSense Moisturising Face SPF50+

1ml ~ 1,49g




Bioderma Cicabio SPF50+

1ml ~ 1,34g




Paulas Choice Hydralight SPF30

1ml ~ 1,65g


Meine Erkenntnis daraus ist folgende: Man braucht von flüssigeren Sonnenschutzprodukten mehr als von cremigeren? Nein, das ist eine pauschale Aussage, die sich schonmal auf meine Ergebnisse nicht übertragen lässt. Nur weil in diesem Fall die dünnflüssigeren Sonnencremes eine höhere Dichte aufweisen, bedeutet das längst nicht, jede dünnflüssige Textur hätte automatisch eine höhere Dichte. Das Ergebnis des Hydralight SPFs hat mich zuerst stutzig gemacht. Das Kontrollergebnis lag allerdings bei 1,7g pro ml. Ich kann mir vorstellen, dass die mineralischen Filter die Dichte anheben, aufgrund deren verhältnismäßig schweren Gewichtes. Die Konsistenz sagt auf jeden Fall nichts darüber aus, ob wir von einer Sonnencreme mehr oder weniger benutzen müssen, um den SPF zu erreichen!

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